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Marcello Nizzoli

Marcello Nizzoli

Boretto 1887 -
Camogli 1969


Der Italiener Marcello Nizzoli wird 1887 in Boretto geboren. In Parma studiert er 1910-13 an der Scuola die Belle Arti. Als Maler schließt er sich den Futuristen an. 1918 hat Marcello Nizzoli in Mailand ein eigenes Atelier, er gestaltet Seidenschals mit Mustern im Stil der Art déco, die er 1923 auf der Biennale in Monza sowie 1925 in Paris zeigt. Zudem entwirft er in den 1920er Jahren als Grafikdesigner Plakate für Campari, Maga und OM.
Ab den 1930er Jahren ist Marcello Nizzoli auch als Grafikdesigner für Olivetti tätig. Die Firma gründet 1932 eine Werbeabteilung und strebt im Sinne einer Corporate Identity ein einheitliches Erscheinungsbild, gleichzeitig ein charakteristisches und funktionales Produktdesign an. Mit ihren Produkten und durch die konsequente Werbung mit auffälligen Plakaten und Werbematerialien ist Olivetti bald weltweit erfolgreich. 1936 wird Marcello Nizzoli leitender Berater für das Produktdesign der Firma. Vor allem Marcello Nizzolis Designs für zahlreiche Schreib- und Rechenmaschinen von Olivetti sind von Bedeutung, darunter etwa die Rechenmaschinen "Summa" (1940), "Divisumma 14" (1947), "Elettrosumma Duplex" (1954), "Audit 202" (1955), "Tetraktys" (1956) sowie die Schreibmaschinen "Lexicon 80" (1948), "Lettery 22" und "Lexikon 80 electric" (beide 1950) sowie "Diaspron 82" (1959).
Typisch für Marcello Nizzolis Produktdesign ist die organische, skulpturale Form sowie die funktionale, für den industriellen Fertigungsprozess optimierte Konstruktion der Maschinen. Marcello Nizzoli ist für Olivetti auch als Architekt tätig, ab 1948 entwirft er Wohnsiedlungen für die Angestellten, in den 1960er Jahren entstehen Bürogebäude. Für die Firma Necchi gestaltet Marcello Nizzoli mehrere formschöne und funktionale Nähmaschinen, darunter die "Mirella" (1957) und die "Supernova Julia" (1961).

Ketterer Kunst
Sammelgebiete:
z. B. GROSSE NAMEN

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